(RLP Triennale 2026) Der Tod ist ein Arschloch

DER TOD IST EIN ARSCHLOCH

2025

Regie: Michael Schwarz Produktion: Alexander Griesser, Michael Schwarz (nachtschwärmerfilm)

 

Mit dem Film DER TOD IST EIN ARSCHLOCH sind Alexander Griesser und Michael Schwarz (nachtschwärmerfilm) eine der 53 künstlerischen Positionen der Rheinland-Pfalz Triennale, der Landeskunstausstellung, die vom 24. April bis 31. Mai 2026 in Trier stattfindet.

 

Sterben und Abschiednehmen gehören zum Leben dazu. Warum fällt es uns trotzdem so schwer, darüber zu reden? Der Berliner Bestatter Eric Wrede und sein Team versuchen, den Tod aus der Tabuzone zu holen – mit weniger Berührungsängsten, mehr Ehrlichkeit und Empathie. Bei ihnen sind Verstorbene nicht nur ein Job und Trauernde nicht nur Kunden. Jeder Fall ist anders und individuell – und als eine todkranke Freundin sie um Begleitung bittet, geraten die Bestattungsprofis an ihre persönlichen Grenzen.

Das künstlerische Anliegen des Films besteht darin, Sterben nicht als abstraktes oder dramatisiertes Ereignis zu zeigen, sondern als integralen Teil gelebten Lebens erfahrbar zu machen. Durch subtile Inszenierung, aufmerksame Beobachtung und kluge Montage entstehen Reflexionsräume, in denen Unsicherheit, Humor, Nähe und Würde gleichberechtigt nebeneinander existieren. Sie lassen den Zuschauerinnen Zeit, die Ambivalenz menschlicher Erfahrung nachzuvollziehen, und öffnen einen Raum für Auseinandersetzung mit Fragen über Leben, Abschied und Erinnerung. Dabei wird der Tod nicht romantisiert oder pathosgeladen, sondern als konkretes, greifbares Element menschlicher Existenz erfahrbar. Der Film verzichtet bewusst auf belehrende Kommentare. Stattdessen entsteht ein vielschichtiges Bild darüber, wie Menschen Abschied erleben und eine lebenszugewandte, empathische Haltung gegenüber dem Ende aussehen kann – radikal ehrlich, reflektiert, ohne einfache Antworten, aber mit großer Menschlichkeit.

 

zu den Künstlern:

nachtschwärmerfilm, Michael Schwarz und Alexander Griesser, realisiert dokumentarische Arbeiten mit politisch/sozialer Relevanz, die Authentizität und emotionale Tiefe verbinden. Die subtile Inszenierung und eine klare, moderne Bildsprache ermöglichen Nähe, ohne zu bewerten oder zu vereinnahmen. Zentrale Grundlage ist eine verantwortungsvolle, respektvolle Haltung gegenüber den Protagonistinnen. Dokumentarisches Erzählen wird als offener Denk- und Erfahrungsraum verstanden, der Komplexität zulässt, Ambivalenzen sichtbar macht und Empathie fördert, ohne einfache Antworten zu liefern. Die Filme wurden mehrfach ausgezeichnet und liefen auf über 220 nationalen und internationalen Festivals.

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AB 6 JAHREN / 83 MINUTEN
Filmplakat des Films (RLP Triennale 2026) Der Tod ist ein Arschloch

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Donnerstag
21. Mai